Die drei Modelle im Vergleich
Eine Festanstellung liegt daneben nochmal anders: unbefristet, mit vollem Recruiting-Prozess und Einarbeitungszeit, aber langfristig günstiger pro Monat, wenn der Bedarf dauerhaft in Vollzeit besteht. Interim und Fractional sind schneller verfügbar und ohne Kündigungsschutzrisiko wieder auflösbar. Der ehrliche Satz dazu: Wer HR dauerhaft in Vollzeit braucht und sechs Monate warten kann, sollte fest einstellen. Wer jetzt jemanden braucht, oder nicht in Vollzeit, nicht.
Entscheidungshilfe: drei Fragen
Zeit bis zum Start
Die Suche nach einer HR-Leitung dauert in Deutschland vier bis sechs Monate, in Rhein-Main oft länger, dazu drei Monate Einarbeitung. Ein Interim-Mandat startet zwei Wochen nach Beauftragung, Fractional nach vier. In den Monaten dazwischen läuft HR nicht von allein: Verträge, Kündigungen, offene Stellen, Betriebsratsanfragen. Viele Unternehmen lösen das mit einer Kombination: Interim für die Vakanz, parallel die Suche nach der Festanstellung, Übergabe in den letzten Wochen.
Kosten über die Laufzeit
Pro Monat ist ein Interim-Mandat teurer als das Gehalt einer Festanstellung, Fractional entsprechend anteilig. Über die gesamte Laufzeit dreht sich das Bild, weil die Festanstellung Kosten hat, die nicht auf der Gehaltsabrechnung stehen: Recruiting, Einarbeitung, die Monate ohne Besetzung, und am Ende Abfindung oder Verfahren, wenn es nicht passt. Die Rechenlogik im Detail: Was ein Interim HR Manager kostet und Was Fractional HR kostet.
Wie es endet
Ein Interim-Mandat endet zum vereinbarten Datum, mit Übergabe und auf Wunsch eingearbeiteter Nachfolge. Ein Fractional-Vertrag endet mit vier Wochen Kündigungsfrist, ohne Begründung. Eine Festanstellung endet nach der Probezeit nur mit Kündigungsgrund, Frist und im Zweifel Abfindung. Das ist kein Argument gegen die Festanstellung, sondern der Grund, warum sie zum dauerhaften Bedarf gehört und nicht zur Überbrückung.
Kombinationen, die in der Praxis vorkommen
Interim, dann Festanstellung: Die Vakanz wird sofort besetzt, parallel läuft die Suche, ich führe die Interviews mit und übergebe. Interim, dann Fractional: Nach der akuten Phase reichen ein bis zwei Tage, um das Erreichte zu halten. Fractional, dann Interim: Ein Umbau steht an, und ein bis zwei Tage reichen nicht mehr. Projekt-Sprint, dann Fractional: Ein halber Tag zeigt, wo die Lücke ist, ein fester Tag schließt sie. Alle Wechsel laufen im bestehenden Vertrag, ohne Neustart. Welcher Weg passt, klärt das Erstgespräch.
Häufige Fragen
Wann ist eine Festanstellung die bessere Wahl?
Wenn der Bedarf dauerhaft und planbar ist und Sie eine Person aufbauen möchten, die langfristig im Unternehmen wächst. Interim und Fractional lösen befristete oder teilzeitige Lücken, keine dauerhafte Vollzeitstelle.
Kann ich später von Interim auf Festanstellung wechseln?
Ja, ich unterstütze auf Wunsch aktiv die Suche nach der dauerhaften Nachfolge und arbeite sie in den letzten Wochen des Mandats ein. Eine Übernahme meiner Person in Festanstellung ist nicht das Modell.
Was, wenn ich unsicher bin, welches Modell passt?
Genau dafür ist das Erstgespräch da. Sie müssen die Entscheidung vorher nicht treffen, und ich sage Ihnen auch, wenn die Festanstellung die bessere Wahl ist.
Ist Fractional nur Interim in Teilzeit?
Nein. Interim hat ein geplantes Ende, Fractional ein offenes. Interim ersetzt eine Vollzeitrolle, Fractional ergänzt ein bestehendes Team um Erfahrung an festen Tagen.
Welches Modell ist am schnellsten verfügbar?
Interim und Projekte innerhalb von zwei Wochen, Fractional innerhalb von vier. Eine Festanstellung braucht vier bis sechs Monate Suche plus Einarbeitung.
