Ein HR Interim Manager kostet einen Tagessatz, keinen Provider-Aufschlag

Drei Größen bestimmen den Tagessatz. Erstens die Verantwortung: Ein Interim HR Manager mit Führungsverantwortung für ein HR-Team, Betriebsrat und Payroll-Steuerung liegt höher als ein Operations-Mandat für Prozesse und Systeme. Zweitens die Laufzeit: Ab sechs Monaten gilt eine Staffel, weil Einarbeitung und Übergabe sich auf mehr Tage verteilen. Drittens der Reiseanteil: Vor Ort in Rhein-Main ist im Satz enthalten, Präsenztage in München oder Hamburg werden als Reisekosten gesondert vereinbart.

Was den Tagessatz nicht bestimmt: die Unternehmensgröße innerhalb der 50 bis 500 Mitarbeitenden, die Branche, oder ob Sie über die Website oder eine Empfehlung kommen. Der Satz ist für vergleichbare Mandate gleich, und ich nenne ihn im Erstgespräch, nicht nach drei Angebotsrunden.

Womit Sie den Tagessatz vergleichen

Eine Festanstellung braucht vier bis sechs Monate Suche, dazu Recruiting-Kosten und mehrere Wochen Einarbeitung. Ein Interim-Provider setzt auf den Tagessatz des Managers eine Marge von meist 20 bis 35 Prozent auf. Direkt mit mir zahlen Sie nur den Tagessatz, ohne Vermittlungsaufschlag, ab Tag eins einsatzbereit.

FestanstellungDirekt mit mir
Zeit bis Start
4 bis 6 Monate
1 bis 2 Wochen
Zusätzliche Kosten
Recruiting + Einarbeitung
Keine
Bindung
Unbefristet, Kündigungsschutz
Vereinbarte Laufzeit
Kosten pro Monat
Gehalt + Nebenkosten
Tagessatz × Tage

Die letzte Zeile ist die ehrliche: Pro Monat ist ein Interim-Mandat teurer als das Gehalt einer Festanstellung. Günstiger wird es über die Gesamtrechnung, weil die Festanstellung vier bis sechs Monate unbesetzt bleibt, Recruiting kostet, eingearbeitet werden muss und im Zweifel mit Abfindung endet. Wer HR dauerhaft in Vollzeit braucht und Zeit hat, fährt mit der Festanstellung besser. Wer jetzt jemanden braucht, nicht.

Rechenbeispiel: eine Vakanz von sechs Monaten

Ein Unternehmen mit 180 Mitarbeitenden verliert seine HR-Leitung. Die Suche nach der Nachfolge dauert erfahrungsgemäß fünf Monate, die Einarbeitung zwei. Was in dieser Zeit passiert, ohne Interim:

  1. Fünf Monate ohne HR-LeitungOffene Stellen bleiben länger offen, jede Woche Vakanz kostet Umsatz oder Überstunden im Team.
  2. Recruiting-Kosten für die NachfolgePersonalberater oder eigene Anzeigen plus Interviewzeit der Geschäftsführung.
  3. Geschäftsführung führt HR nebenbeiAnhörungen, Verträge, Betriebsrat landen auf dem Schreibtisch der Geschäftsführung, zu deren Stundensatz.
  4. Risiko einer verpassten FristEine Kündigungsfrist, eine Anhörungsfrist, eine Massenentlassungsanzeige. Einmal verpasst, ist es teurer als ein Jahr Interim.

Mit Interim: Der Tagessatz mal etwa 20 Arbeitstage pro Monat mal sechs Monate. Dagegen stehen die vier Punkte oben, die es nicht gibt, plus eine eingearbeitete Nachfolge, weil ich die Interviews mitführe und in den letzten Wochen übergebe. Ihre eigenen Zahlen setzen Sie im Erstgespräch ein, dann ist die Rechnung in fünf Minuten fertig.

Was zusätzlich anfällt, und was nicht

Zusätzlich: Reisekosten außerhalb von Rhein-Main, falls Präsenztage vereinbart sind, nach tatsächlichem Aufwand. Nicht zusätzlich: Vermittlungsgebühren, Einrichtungspauschalen, Lizenzkosten für Werkzeuge, die ich mitbringe, Kosten für die Übergabe am Ende. Der Dienstvertrag regelt Auftrag, Laufzeit, Umfang und Vertraulichkeit auf wenigen Seiten. Was nicht drinsteht, wird nicht berechnet.

Der Provider-Aufschlag

Ein Interim-Provider vermittelt aus einem Pool und nimmt dafür eine Marge auf den Tagessatz, meist 20 bis 35 Prozent. Der Manager bekommt den Rest. Das ist kein Vorwurf, der Provider leistet Auswahl und Ersatz bei Ausfall. Es ist nur ein Kostenbaustein, den es direkt nicht gibt. Die Marge und was Sie stattdessen bekommen, wenn Sie direkt mit einem Interim Manager arbeiten, steht unter Interim HR Manager oder Provider.

Häufige Fragen

Warum steht der Tagessatz nicht auf der Website?

Weil er von Verantwortung, Laufzeit und Reiseanteil abhängt. Eine pauschale Zahl wäre entweder zu niedrig für komplexe Mandate oder unnötig hoch für einfache angesetzt. Im Erstgespräch nenne ich ihn nach zehn Minuten, sobald ich die Lage kenne.

Wie vergleicht sich das mit einer Festanstellung?

Eine Festanstellung hat ein Jahresgehalt plus Arbeitgeberanteile plus Recruiting-Kosten plus Einarbeitungszeit. Ein Interim-Mandat läuft nur für die vereinbarte Laufzeit, ist innerhalb von Tagen einsatzbereit und endet ohne Kündigungsschutzverfahren.

Was kostet zusätzlich zum Tagessatz?

Reisekosten außerhalb von Rhein-Main, sofern vereinbart. Keine versteckten Vermittlungsgebühren, da kein Provider dazwischensteht, keine Software, die Sie kaufen müssten.

Wird der Tagessatz bei längerer Laufzeit günstiger?

Bei Mandaten ab sechs Monaten ist eine Staffel üblich. Das ist Teil des Angebots, nicht der Verhandlung.

Zahle ich auch für Tage, an denen nichts anfällt?

Nein, abgerechnet werden geleistete Tage. Im Vollzeit-Mandat sind das die vereinbarten Wochentage, bei Krankheit oder Urlaub meinerseits fällt nichts an.

Gibt es eine Mindestabnahme?

Interim-Mandate ab drei Monaten. Darunter passt eher ein Projekt oder ein Projekt-Sprint als Pauschale.