Wann ein Interim HR Manager die richtige Lösung ist
Die Suche nach einer neuen HR-Leitung dauert in Deutschland im Schnitt vier bis sechs Monate, in Rhein-Main mit seinem dichten Arbeitgebermarkt oft länger. In dieser Zeit bleibt HR nicht stehen: Verträge müssen unterschrieben, Kündigungen fristgerecht ausgesprochen, offene Stellen besetzt und Betriebsratsanfragen beantwortet werden. Wer diese Monate mit einer Vertretung aus dem eigenen Team überbrückt, bezahlt das später mit liegengebliebenen Themen, Fluktuation und im schlechtesten Fall mit einem arbeitsrechtlichen Verfahren. Ein Interim HR Manager schließt diese Lücke, ohne dass die Geschäftsführung HR nebenbei führen muss.
Das Modell ist keine Notlösung, sondern ein eigenes Instrument mit eigenen Regeln: Es gibt einen Stichtag, an dem ich anfange, einen Auftrag, der Verantwortung und Umfang beschreibt, und ein Datum, an dem ich wieder weg bin. Dazwischen trage ich die Rolle so, als wäre sie unbefristet, mit dem Unterschied, dass ich von Beginn an auf die Übergabe hinarbeite.
Drei Situationen, in denen meine Mandate typischerweise beginnen:
Die Vakanz
Kündigung, Elternzeit, längere Krankheit. Die Position ist ab einem Stichtag unbesetzt, die Suche läuft, aber niemand trägt die Verantwortung.
Das Wachstum
Von 60 auf 200 Mitarbeitende in zwei Jahren. Es gibt ein HR-Team, aber keine HR-Leitung, die Prozesse baut statt Einzelfälle zu lösen.
Der Umbau
Restrukturierung, Carve-out, Integration nach einer Übernahme. HR-Arbeit, die nur einmal passiert und die niemand im Haus schon einmal gemacht hat.
Was ich als Interim HR Manager übernehme
Ich übernehme die Rolle vollständig, nicht einzelne Aufgaben. Das heißt: Ich sitze in Ihrer Führungsrunde, ich führe Ihr HR-Team, ich bin Ansprechpartner für Betriebsrat, Führungskräfte und Mitarbeitende, und ich verantworte die Ergebnisse. Konkret gehören dazu:
Was nicht dazugehört, sage ich genauso klar: Ich vermittle keine Kandidaten gegen Provision, ich vertrete Sie nicht vor dem Arbeitsgericht, und ich baue keine HR-Abteilung für Konzerne mit mehreren tausend Mitarbeitenden. Für Unternehmen zwischen 50 und 500 Mitarbeitenden ist die Rolle dagegen genau zugeschnitten: groß genug, dass HR eine eigene Führung braucht, klein genug, dass eine Person sie tragen kann.
So läuft ein Interim-Mandat ab
Ein Mandat hat einen klaren Anfang, einen belastbaren Rhythmus und ein geplantes Ende. Nichts davon ist Improvisation. Der Ablauf, den ich in jedem Mandat einhalte:
30 Minuten, direkt mit mir. Innerhalb eines Werktags sage ich, ob und ab wann ich helfen kann.
Offene Stellen, laufende Verfahren, Fristen, Betriebsrat, Führungskräfte. Das Tagesgeschäft läuft ab Tag eins weiter.
Hiring läuft, Prozesse werden digital, wöchentlicher Bericht an die Geschäftsführung.
Dokumentierte Prozesse, offene Themen mit Status, auf Wunsch die eingearbeitete Nachfolge.
Der wöchentliche Bericht an die Geschäftsführung ist dabei kein Formalismus, sondern das Instrument, mit dem Sie das Mandat steuern: eine Seite, was erledigt ist, was ansteht, wo ich eine Entscheidung brauche. Wer das vier Wochen lang liest, weiß, ob das Mandat funktioniert, ohne in HR-Details einzusteigen.
Betriebsrat und Arbeitsrecht: das entscheidet über ein Mandat
Die meisten Interim-Mandate scheitern nicht an fehlendem HR-Wissen, sondern an einem Betriebsrat, der übergangen wurde, oder an einer Frist, die niemand im Blick hatte. Beides ist vermeidbar. Eine Reorganisation über neun Länder habe ich in einem Software-Unternehmen in drei Monaten umgesetzt, in Übereinstimmung mit Arbeitsrecht und Mitbestimmung, mit Planung, Gremien, Kommunikation und den Gesprächen selbst.
Praktisch heißt das: In der ersten Woche eines Mandats lerne ich den Betriebsrat persönlich kennen, bevor die erste Anhörung ansteht. Ich halte Fristen in einem Kalender, den die Geschäftsführung einsehen kann. Und ich sage vorher, was rechtlich geht und was nicht, nicht erst, wenn es teuer wird.
Bei Themen, die über das Tagesgeschäft hinausgehen, etwa einem Interessenausgleich mit Sozialplan oder einer Einigungsstelle, arbeite ich mit Ihrer Arbeitsrechtskanzlei zusammen, statt sie zu ersetzen. Wie so ein Projekt aussieht, steht unter Restrukturierung und Sozialplan.
Ergebnisse aus früheren Rollen
Ich nenne Zahlen nur dort, wo ich sie verantwortet habe. Eine Region von 70 auf über 100 Mitarbeitende skaliert, als HR Manager in einem Konsumgüterunternehmen. Eine Reorganisation über neun Länder in drei Monaten in einem Software-Unternehmen, im selben Haus die manuelle HR-Verwaltung von 30 auf 5 Stunden pro Woche gesenkt, mit Excel-VBA und KI-Routinen. Operative HR-Arbeit über zwölf Länder hinweg in einer Bank mit hohen Dokumentationspflichten. Alles in Festanstellung.
Die ausführlichen Beispiele, anonymisiert, stehen unter Case Studies. Was sie gemeinsam haben: Jedes davon begann mit einer Bestandsaufnahme statt einem fertigen Konzept, und jedes endete mit etwas, das ohne mich weiterlief.
Vor Ort in Rhein-Main, remote in DACH
Mein Standort ist Frankfurt am Main. In Frankfurt, Darmstadt, Wiesbaden, Mainz und Offenbach bin ich regelmäßig vor Ort, mit festen Präsenztagen nach Bedarf des Mandats. Für Berlin, München, Hamburg, Köln, Düsseldorf und Stuttgart arbeite ich hybrid: feste Präsenztage kombiniert mit remote arbeitenden Tagen, abgestimmt auf Betriebsrat und Führungsteam. Unternehmen ohne festen Bürostandort oder mit verteilten Teams führe ich komplett remote, in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Welche Präsenz sinnvoll ist, hängt vom Mandat ab, nicht vom Standort: Eine Restrukturierung mit Betriebsratsverhandlung braucht mehr Vor-Ort-Zeit als ein Aufbau von HR-Prozessen in einem Software-Unternehmen. Details je Region unter Interim HR Manager Frankfurt und Interim HR remote in DACH.
Interim HR Manager oder Fractional HR-Leitung?
Beides läuft mit mir persönlich, der Unterschied ist der Umfang. Interim ist Vollzeit für eine Vakanz oder einen Umbau. Fractional ist ein bis zwei feste Tage pro Woche für Unternehmen, die eine erfahrene HR-Leitung brauchen, aber keine Vollzeitstelle. Ein Wechsel zwischen beiden Modellen ist möglich, wenn sich Ihre Lage ändert.
Ausführlich: Interim, Fractional oder Festanstellung im Vergleich · Fractional HR
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Ich arbeite auf Tagesbasis, mit einem Dienstvertrag, der Auftrag, Laufzeit, Umfang und Vertraulichkeit regelt. Der Tagessatz hängt von Verantwortung und Laufzeit ab und wird im Erstgespräch genannt, damit Sie ihn mit dem vergleichen können, was er ersetzt: das Gehalt einer Festanstellung plus Recruiting-Kosten, oder der Tagessatz eines Providers plus dessen Marge von meist 20 bis 35 Prozent. Reisekosten außerhalb von Rhein-Main werden gesondert vereinbart.
Die vollständige Logik mit Rechenbeispiel steht unter Was ein Interim HR Manager kostet, der Unterschied zum Vermittler unter Interim HR Manager oder Provider.
Häufige Fragen zum Interim HR Manager
Wie schnell können Sie starten?
Nach Beauftragung in der Regel innerhalb von zwei Wochen. Als Einzelunternehmer ohne Provider entfallen interne Abstimmungsschleifen. Ob ein Start zu Ihrem Wunschtermin möglich ist, sage ich im Erstgespräch.
Arbeiten Sie remote oder vor Ort?
Beides. Im Rhein-Main-Gebiet regelmäßig vor Ort, darüber hinaus remote oder hybrid in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Internationale Teams habe ich überwiegend remote geführt, auf Englisch.
Wie arbeiten Sie mit unserem bestehenden HR-Team?
Ich führe es, ich ersetze es nicht. Ihr Team behält seine Aufgaben und bekommt Entscheidungen, Prioritäten und Rückendeckung. Was ich an Prozessen und Routinen aufbaue, bleibt nach dem Mandat im Team.
Was passiert, wenn es nicht passt?
Die ersten vier Wochen sind eine beidseitige Probephase mit kurzer Kündigungsfrist. Danach gelten die vereinbarten Fristen. Eine geordnete Übergabe ist in jedem Fall Teil des Auftrags.
Suchen Sie auch die dauerhafte Nachfolge?
Auf Wunsch ja. Ich kenne die Rolle nach wenigen Wochen besser als jede Stellenbeschreibung, führe die Interviews mit und arbeite die neue HR-Leitung in den letzten Wochen des Mandats ein.
Übernehmen Sie auch Mandate außerhalb von Frankfurt?
Ja, in Deutschland, Österreich und der Schweiz, hybrid mit festen Präsenztagen oder remote. Die Regionalseiten zeigen, wie das je Standort aussieht.
Was unterscheidet Sie von einem Interim-Provider?
Beim Provider sprechen Sie mit einem Vermittler, der aus einem Pool auswählt und eine Marge auf den Tagessatz aufschlägt. Bei mir sprechen Sie ab der ersten Minute mit der Person, die das Mandat übernimmt, ohne Aufschlag und ohne Filter dazwischen.
