Typische Beispiele
Ein Sprint löst ein Problem, das klar umrissen ist und dessen Ergebnis am selben Tag greifbar wird. Die drei häufigsten Themen:
Offene Stellen neu aufgesetzt
Anforderungsprofile, Anzeigentexte und Interviewleitfäden für zwei bis drei Rollen, an einem Vormittag, mit der Führungskraft am Tisch.
Eine Routine automatisiert
Zeugnisse, Onboarding-Texte oder Bewerbungsscreening mit einem KI-Prompt-Set, das Ihr Team sofort in Copilot, ChatGPT oder Claude nutzt.
Eine Richtlinie vorbereitet
Entwurf einer KI-Richtlinie oder eines HR-Prozessdokuments, das Sie mit dem Betriebsrat weiterverhandeln.
Weitere Themen, die in einen halben Tag passen: ein Onboarding-Ablauf für die ersten 30 Tage, ein Leitfaden für Mitarbeitergespräche, eine Vorlage für Arbeitszeugnisse mit Notenlogik, die Struktur für eine Gehaltsbandübersicht, die Vorbereitung einer Betriebsratssitzung. Was nicht in einen Sprint passt: alles, was Verhandlung braucht, mehrere Abteilungen betrifft oder ohne Vorarbeit nicht entschieden werden kann.
So läuft ein Sprint
Thema, Beteiligte, was am Ende stehen soll. Ich sage, ob es in einen halben Tag passt.
Was gibt es schon, was fehlt, was hat bisher nicht funktioniert. Mit den zwei bis vier Personen, die das Ergebnis nutzen.
Texte, Prompts, Entwürfe entstehen live, mit Ihrem Team, in Ihren Werkzeugen.
Das Ergebnis wird an einem echten Fall getestet und übergeben. Was offen bleibt, steht auf einer Liste.
Wann ein Sprint passt, und wann nicht
- Ein Problem, klar benanntSie können in einem Satz sagen, was am Ende des Tages da sein soll.
- Die Entscheider sind am TischWer das Ergebnis freigibt, ist dabei. Sonst entsteht ein Entwurf, der liegen bleibt.
- Die Werkzeuge sind daBei KI-Routinen: Copilot, ChatGPT Enterprise oder Claude sind im Unternehmen verfügbar.
- Kein VerhandlungsthemaAlles, was Betriebsrat oder mehrere Abteilungen entscheiden müssen, braucht ein Projekt, keinen Sprint.
Was Sie in der Hand halten
Bei Stellenanzeigen: fertige Anzeigentexte, ein Anforderungsprofil je Rolle und einen Interviewleitfaden, den die Führungskraft mitgeschrieben hat und deshalb auch benutzt. Bei Routinen: ein Prompt-Set mit Anleitung, an einem echten Fall getestet, plus eine kurze Liste, was vor dem produktiven Einsatz mit dem Betriebsrat zu klären ist. Bei Richtlinien: einen Entwurf mit den acht Kernpunkten, den Sie in die nächste Betriebsratssitzung mitnehmen können.
Was Sie nicht bekommen: eine Präsentation. Alles, was im Sprint entsteht, ist ein Arbeitsmittel, kein Konzept.
Wie sich die Kosten zusammensetzen
Ein Projekt-Sprint wird als Pauschale für den halben Tag abgerechnet, ohne Tagessatz-Verhandlung. Der genaue Betrag wird im Erstgespräch genannt, sobald das Thema feststeht. Passt der Sprint zu einer KI-Routine, lohnt vorher ein Blick auf KI für HR-Teams und den Zeitrechner, der zeigt, wie viele Stunden die Routine aktuell bindet.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Projekt-Sprint wirklich?
Ein halber Tag, remote, meist ein Vormittag oder Nachmittag. Für die Vorbereitung reicht ein kurzer Abstimmungscall vorab, in dem wir das Thema und die Beteiligten festlegen.
Was bekomme ich am Ende?
Ein konkretes, sofort nutzbares Ergebnis: fertige Anzeigentexte, ein Prompt-Set, ein Richtlinien-Entwurf, je nach Thema. Kein Konzeptpapier, das jemand noch umsetzen müsste.
Kann ich mehrere Sprints buchen?
Ja, für unterschiedliche Themen oder als wiederkehrendes Format, etwa einmal im Quartal für aktuelle HR-Fragen. Viele Unternehmen beginnen mit einem Sprint und buchen danach ein Fractional-Modell.
Wer aus meinem Team sollte dabei sein?
Die Person, die das Ergebnis danach nutzt. Bei Stellenanzeigen die Führungskraft und wer im HR-Team das Recruiting fährt, bei Routinen das HR-Team, bei Richtlinien die Geschäftsführung. Zwei bis vier Personen, nicht zehn.
Brauchen wir für einen KI-Sprint schon eine Betriebsvereinbarung?
Für den Sprint selbst nicht, dort entstehen Entwürfe und Prompt-Sets. Bevor Ihr Team die Routine produktiv nutzt, muss die Mitbestimmung geklärt sein. Das ist oft der Inhalt des nächsten Sprints.
