Projekt oder Mandat: der Unterschied
Ein Interim- oder Fractional-Mandat übernimmt die laufende HR-Arbeit: Es gibt keinen definierten Endzustand, sondern eine Rolle, die getragen wird, bis die Nachfolge steht oder der Bedarf endet. Ein Projekt ist das Gegenteil: Es gibt einen Auftrag mit Ergebnis, einen Zeitplan und ein Datum, an dem das Ergebnis abgenommen wird. Die Restrukturierung ist verhandelt und umgesetzt, die neue Gesellschaft ist arbeitsfähig, die zwei HR-Organisationen sind eine.
In der Praxis vermischen sich beide oft: Ein Interim-Mandat beginnt mit einer Vakanz, und im dritten Monat stellt sich heraus, dass eine Restrukturierung ansteht. Dann wird das Projekt Teil des Mandats. Umgekehrt beginnt ein Carve-out als Projekt, und am Ende braucht die neue Gesellschaft für ein paar Monate eine HR-Leitung an festen Tagen. Beides ist normal und wird im laufenden Vertrag geregelt, nicht neu ausgeschrieben.
Welches Projekt zu welcher Situation passt
Ein einzelnes Problem, kein Mandat
Offene Stellen aufsetzen, eine Routine automatisieren, eine Richtlinie vorbereiten. Ein halber Tag remote. Projekt-Sprint
Trennungen fair begleiten
Betroffene Mitarbeitende persönlich bis zur neuen Stelle begleiten, statt sie in ein Agentur-Programm zu schicken. Outplacement
KI-Routinen einführen
Stellenanzeigen, Screening, Zeugnisse, Onboarding, mit Betriebsvereinbarung. Als Projekt oder im Mandat. KI für HR-Teams
KI-Umsetzung im Projekt
In jedem Projekt prüfe ich, wo KI-Routinen Zeit sparen können, von der Kommunikation an die Belegschaft bis zur Dokumentation. Bei einer Restrukturierung sind das die Vorbereitungsunterlagen für Führungskräfte und die Dokumentation der Sozialauswahl. Beim Carve-out die Vertragsvorlagen und Übergangsmitteilungen für hunderte Mitarbeitende. Bei der Integration die Zusammenführung zweier Regelwerke in ein lesbares Dokument. Immer mit Betriebsvereinbarung, nie an der Mitbestimmung vorbei. Mehr unter KI für HR-Teams.
Wie ein Projekt startet
Jedes Projekt beginnt mit dem Erstgespräch, 30 Minuten, in denen Sie die Lage schildern und ich sage, ob das Projekt so umsetzbar ist. Danach folgt ein Auftrag auf einer Seite: Ziel, Ergebnis, Zeitplan, Umfang in Tagen, wer im Unternehmen mitarbeitet. Größere Projekte bekommen eine kurze Abstimmungsphase mit Geschäftsführung und, wo nötig, Arbeitsrechtskanzlei, bevor der Betriebsrat informiert wird. Der Projekt-Sprint überspringt das alles: Termin, Thema, ein halber Tag.
Was in jedem Projekt gleich bleibt: ein wöchentlicher Stand auf einer Seite an die Geschäftsführung, und eine Übergabe, die dokumentiert, was nach dem Projekt ohne mich weiterläuft.
Häufige Fragen
Was unterscheidet ein Projekt von einem Interim-Mandat?
Ein Interim-Mandat übernimmt die laufende HR-Führung. Ein Projekt hat einen definierten Auftrag mit Anfang, Ende und Ergebnis, etwa eine Restrukturierung oder einen Carve-out, oft neben einer bestehenden HR-Struktur.
Können Sie auch während eines laufenden Interim-Mandats ein Projekt übernehmen?
Ja, häufig ergibt sich ein Projekt aus einem laufenden Mandat, etwa wenn während einer Vakanzüberbrückung eine Restrukturierung ansteht. Dann wird der Auftrag erweitert, nicht neu aufgesetzt.
Wie schnell kann ein Projekt starten?
Der Projekt-Sprint ist innerhalb weniger Tage buchbar. Größere Projekte wie Carve-out oder Integration brauchen eine kurze Abstimmungsphase vor dem eigentlichen Start, meist zwei Wochen.
Arbeiten Sie im Projekt mit unserem HR-Team oder daran vorbei?
Mit dem Team. Ein Projekt, das am HR-Team vorbeiläuft, hinterlässt nach dem Ende niemanden, der es weiterführen kann. Das Team ist in jedem Projekt eingebunden, oft mit festen Rollen.
Was kostet ein Projekt?
Projekte laufen auf Tagesbasis mit geschätztem Umfang, der Projekt-Sprint als Pauschale für den halben Tag. Konditionen im Erstgespräch, sobald Auftrag und Umfang klar sind.
