Make für HR: Wie ein HR-Team ohne eigene IT seine Werkzeuge zum Reden gebracht hat

Ein Unternehmen mit rund 120 Mitarbeitenden, ohne eigenes IT-Team, dafür mit einem Dutzend guter Cloud-Werkzeuge. Personio hielt die Stammdaten, Slack war der Flur, der Kalender lag bei Google. Keines der Werkzeuge kannte das andere, und ein HR-Team aus zwei Personen tippte jeden Neueintritt drei Mal ab. Drei Monate später liefen drei Szenarien in Make, in einer Organisation in der EU-Region, und der Betriebsrat hatte jedes davon auf Papier gesehen, bevor es lief.

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Kurz beantwortet

Make ist ein Cloud-Dienst, der Software-Werkzeuge über ihre Schnittstellen verbindet: Ein Ereignis in einem System löst Schritte in anderen aus, gebaut per Klick in einem Szenario, nicht per Code. In diesem Projekt hat ein HR-Team ohne eigene IT damit drei Abläufe gebaut: Ein Neueintritt in Personio erzeugt die Slack-Begrüßung, die Kalendertermine und die Aufgabenliste, mit Freigabe durch HR; sechs Wochen vor Ende der Probezeit geht eine Erinnerung mit Gesprächsleitfaden an die Führungskraft; nach 30 Tagen läuft die Onboarding-Umfrage ohne Einzelauswertung. Weil Make in der Cloud läuft, brauchte es keinen Server und keine IT, dafür einen Auftragsverarbeitungsvertrag und die Wahl der EU-Region beim Einrichten. Der Betriebsrat war ab der ersten Woche dabei, die Vereinbarung stand nach drei Monaten.

Nick Schäfer, KI für HR-Teams, Frankfurt am Main
Auf einen Blick

Das Projekt in drei Monaten

Kein Server, keine IT, kein neues HR-System. Make wurde als Cloud-Dienst im Konto des Unternehmens eingerichtet, die Szenarien ab Woche 1 gemeinsam mit HR und Betriebsrat gebaut, die Vereinbarung lief parallel und brauchte drei Monate. Dann fuhr das Team allein.

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Ausgangslage

Das Unternehmen, rund 120 Mitarbeitende, Dienstleistung an zwei Standorten, war typisch für seine Größe: kein eigenes IT-Team, ein externer Dienstleister für Laptops und Zugänge, und für alles andere ein Cloud-Werkzeug. Personio für die Personaldaten, Slack für die Kommunikation, Google Kalender für Termine, eine Aufgabenliste für die Projekte. Keines sprach mit dem anderen, und die Verbindung dazwischen hieß HR: zwei Personen, die jeden Neueintritt in Personio anlegten und danach in Slack, Kalender und Aufgabenliste abtippten.

Der Moment, an dem es kippte, war ein Neueintritt im Sommer. Die Slack-Begrüßung ging am Montag raus, der Kalendertermin für das Erstgespräch wurde am Mittwoch angelegt, und die Führungskraft erfuhr am Donnerstag, dass ihr neuer Kollege seit drei Tagen im Haus war. Niemand hatte etwas vergessen, nur war jeder Schritt an einem anderen Tag passiert. In derselben Woche fiel auf, dass eine Probezeit zwei Wochen zuvor abgelaufen war, ohne dass jemand ein Gespräch geführt hatte. Die Frist stand in Personio, und dort hatte die Führungskraft nie hineingeschaut. Die HR-Leiterin rief mich in der Woche darauf an.

Beim ersten Gespräch saßen die HR-Leiterin, ihre Kollegin und der Betriebsratsvorsitzende am Tisch, eine IT gab es nicht, die man hätte einladen können. Der Betriebsratsvorsitzende sagte, er habe bei Personio und Slack seinerzeit nicht mitbestimmt und wolle das bei einem Werkzeug, das die beiden verbindet, nicht noch einmal versäumen. Die HR-Leiterin sagte, sie wolle kein weiteres System, das jemand pflegen muss, sondern eines, das die vorhandenen verbindet. Beides zusammen war die Grundlage: ein Cloud-Dienst, den HR selbst fährt, und ein Betriebsrat, der ab Woche eins mitbaut.

Ansatz

Woche eins gehörte der Stoppuhr, wie immer. Beide Personen im Team notierten, welche Aufgabe wie oft kam, in wie viele Systeme sie getippt wurde und wo eine Entscheidung dahintersteckte. Drei Abläufe standen am Ende oben: der Neueintritt mit seinen vier Systemen, die Probezeit, die nur in Personio lebte, und die Onboarding-Umfrage, die verschickt wurde, wenn jemand daran dachte. Keiner der drei brauchte im ersten Schritt eine Entscheidung, alle drei bestanden aus Abtippen, Erinnern und Nachfragen.

In Woche zwei habe ich mit der HR-Leiterin die Organisation in Make angelegt, im Konto des Unternehmens, nicht in meinem. Beim Anlegen fragt Make, ob die Organisation in der Region EU oder US liegen soll, und laut Dokumentation lässt sich das danach nicht mehr ändern. Wir haben EU gewählt, das war der erste Punkt auf der Liste des externen Datenschutzbeauftragten. Am selben Tag saß der Betriebsratsvorsitzende mit im Raum, und das erste Szenario entstand nicht am Bildschirm, sondern auf Papier: Was löst es aus, welche Felder braucht es, wer bekommt welche Nachricht, wo entscheidet ein Mensch. Aus Personio fließen fünf Felder: Vorname, Team, Eintrittsdatum, Standort, Führungskraft. Gehalt, Geburtsdatum und Adresse bleiben, wo sie sind. Erst als die Skizze von HR und Betriebsrat abgezeichnet war, wurde sie in Make nachgebaut.

Das fertige Szenario ist einfach, und das ist Absicht. Der Auslöser ist ein neuer Eintrag in Personio mit dem Status Onboarding. Make liest die fünf Felder, schreibt die Begrüßung für den Kanal des Teams vor, legt drei Termine im Kalender der Führungskraft an und erzeugt die Aufgabenliste aus der Vorlage, zugewiesen an Führungskraft und Dienstleister. Nichts davon geht raus, bevor HR es gesehen hat: Das Szenario schickt eine Zusammenfassung an HR, und erst nach der Freigabe werden Termine bestätigt und die Begrüßung gepostet. Diesen Schritt hatte der Betriebsratsvorsitzende gefordert. Zum Schluss schreibt Make das Datum in ein Feld in Personio zurück, damit derselbe Eintritt nicht zweimal verarbeitet wird.

Der Haken kam beim ersten Test. Die Begrüßung, die an die Führungskraft gehen sollte, landete im Kanal des gesamten Unternehmens, weil der Filter für den Team-Kanal noch nicht stand und Make den Kanal aus der Vorlage genommen hatte. Es war ein Testeintrag mit erfundenem Namen, also kein Schaden, aber seitdem läuft jedes Szenario zuerst ohne angeschlossenen Slack, bis alle Filter geprüft sind. Die Probezeit-Erinnerung war danach schnell gebaut: Make prüft täglich das Probezeitende in Personio, filtert auf sechs Wochen davor und schickt der Führungskraft eine Nachricht mit dem Link zum Gesprächsleitfaden des Hauses, Kopie an HR, keine Beurteilung, nur Termin und Leitfaden. Die Onboarding-Umfrage geht am Tag 30 als Formular ohne Namensfeld raus, die Antworten landen ohne Absender in einer Tabelle, HR liest einmal im Quartal die Summe.

Parallel lief die Betriebsvereinbarung. Ein Dienst, der Personaldaten zwischen Systemen bewegt und Fristen überwacht, ist mitbestimmungspflichtig, das war von Anfang an gesetzt. Der Text entstand aus den abgezeichneten Skizzen: welche drei Szenarien laufen, welche fünf Felder sie lesen, dass HR vor jedem Versand freigibt, dass die Umfrage keine Einzelauswertung kennt, wie lange Make die Ausführungsprotokolle behält, und dass jedes neue Szenario zuerst dem Betriebsrat gezeigt wird. Der externe Datenschutzbeauftragte prüfte den Auftragsverarbeitungsvertrag, den Make in seiner Vertragsdokumentation bereitstellt, samt Liste der Unterauftragsverarbeiter, und die gewählte EU-Region. Nach drei Monaten war die Vereinbarung unterschrieben, die drei Szenarien liefen im Echtbetrieb, und das Team pflegte sie ohne mich weiter.

Ergebnis

Ein Neueintritt beginnt heute mit dem Anlegen in Personio und endet mit einer Freigabe durch HR, mehr Tippen gibt es nicht. Die Führungskraft hat ihre drei Termine am Tag der Freigabe im Kalender, die Begrüßung steht am ersten Tag im richtigen Kanal, die Aufgabenliste beim Dienstleister. Sechs Wochen vor jedem Probezeitende liegt bei der Führungskraft eine Nachricht mit dem Leitfaden, und HR sieht die Kopie. Die Umfrage geht am Tag 30 raus, ohne dass jemand daran denken muss.

Personaldaten fließen durch Make, das war von Anfang an klar, und deshalb liegt die Organisation in der EU-Region, der Auftragsverarbeitungsvertrag ist geprüft, und es fließen genau fünf Felder. Die Betriebsvereinbarung nennt die drei Szenarien, die Felder, den Freigabeschritt, die Aufbewahrung der Protokolle und das Verfahren für neue Szenarien. Im Review nach sechs Monaten hat das Team ein viertes Szenario vorgestellt, die Erinnerung an das Austrittsgespräch, und es selbst gebaut, auf Papier zuerst, mit dem Betriebsrat. Dass es dafür weder eine IT noch mich brauchte, war das Ziel.

Der Rahmen

Mit dem Betriebsrat gebaut, bis Monat 3 geklärt

Make in der EU-Region beantwortet die Frage nach dem Speicherort, der Auftragsverarbeitungsvertrag die nach der Rechtsgrundlage. Die Frage nach der Mitbestimmung beantwortet beides nicht: Ein Szenario, das Fristen überwacht und Nachrichten verschickt, ist eine technische Einrichtung. Deshalb saß der Betriebsrat ab dem ersten Bautermin am Tisch.

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Passt das zu Ihrem Unternehmen?

  1. Sie haben kein eigenes IT-TeamDer häufigste Fall. Make braucht keinen Server und keinen Entwickler. Die Organisation richte ich mit Ihnen im Konto Ihres Unternehmens ein, die EU-Region wird dabei gewählt, und Ihr Team pflegt die Szenarien danach selbst.
  2. Ihr Neueintritt wird in drei Systeme getipptDer übliche Einstieg. Das Szenario braucht fünf Datenfelder und einen Freigabeschritt, mehr nicht.
  3. Ihr Betriebsrat hat bei den bisherigen Tools nicht mitbestimmtDann ist die Verbindung der Werkzeuge der Moment, das nachzuholen. Die Skizze entsteht auf Papier mit ihm, bevor etwas gebaut wird.

Häufige Fragen

Welche unserer Daten liegen bei Make, und wo?

Nur die Felder, die ein Szenario liest, im Projekt waren das fünf: Vorname, Team, Eintrittsdatum, Standort und Führungskraft. Make verarbeitet sie als Auftragsverarbeiter, den Vertrag dazu und die Liste der Unterauftragsverarbeiter stellt Make in seiner Vertragsdokumentation bereit. Die Region EU oder US wird beim Anlegen der Organisation gewählt und lässt sich laut Dokumentation danach nicht ändern. Die Prüfung mit Ihrem Datenschutzbeauftragten gehört ins Projekt, ich ersetze ihn nicht.

Braucht ein Szenario ohne KI wirklich eine Betriebsvereinbarung?

Sobald es Fristen von Mitarbeitenden überwacht oder Handlungen protokolliert, ist es geeignet, Verhalten zu kontrollieren, und damit mitbestimmungspflichtig. Ob das im Einzelfall greift, klären Betriebsrat und Anwalt, nicht ich. Im Projekt war die Vereinbarung von Anfang an gesetzt, meist reicht eine Ergänzung zur bestehenden IT-Vereinbarung.

Was passiert nach den drei Monaten?

Die Szenarien laufen im Make-Konto Ihres Unternehmens, die Skizzen und die Feldliste liegen im Team-Ordner, der Review-Termin steht. Fällt ein Szenario aus, meldet es sich bei HR und wiederholt nichts von selbst. Neue Szenarien gehen zuerst zum Betriebsrat, gebaut werden sie vom Team.

Wie viele Stunden binden Ihre HR-Routinen pro Woche?

Drei Zahlen, ein Ergebnis. Die Detailrechnung mit allen Annahmen kommt per E-Mail.

Gebundene Stunden pro Woche, geschätzt45 h
27 hdavon lassen sich mit sauberen Routinen erfahrungsgemäß jede Woche freimachen

Die Detailrechnung zeigt jede Annahme einzeln.

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Annahmen: 6 h je offene Stelle und Woche, 1 h je Zeugnis, 3 h Rückfragen je HR-Kopf. Einzeln anpassbar.

Danke. Die Rechnung mit Ihren Zahlen kommt persönlich per E-Mail, innerhalb eines Werktags.

Schauen wir auf Ihre Routinen?

30 Minuten, direkt mit mir. Sie schildern, was die Stunden frisst, ich sage Ihnen, welche drei Routinen dieses Tool in Ihrem Team trägt und was der Betriebsrat fragen wird.

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